Als Unternehmer in einer Scheidung - die Unternehmerscheidung


Sie wollen heiraten oder haben bereits geheiratet? Die Trennugng oder Scheidung steht an?


Brauche ich einen Ehevertrag?


Sie haben ein eigenes Unternehmen? Sind Inhaber oder Mitinhaber des Familienbetriebs? Sie wollen den Handwerksbetrieb des Vaters oder der Mutter übernehmen? Oder Sie sind Arzt oder Zahnarzt mit freiberuflicher eigener Praxis, in einem MVZ, einer Praxisgemeinschaft oder in einer Berufsausübungsgemeinschaft?


Um sein Unternehmen zu erhalten investieren Selbständige und Freiberufler meist sehr viel. Hierzu werden umfangreiche Berechnungen und Szenarien erörtert, um die Risiken zu kalkulieren. Situationen werden unternehmerisch jeden Tag neu bewertet, der Markt, Entwicklungen, Konkurrenten und Kunden beobachtet, Entscheidungen angepasst.... das Alltagsleben eine Unternehmers. 


Die Erfahrung zeigt aber auch, dass eine Situation mit teilweise großen finanziellen Auswirkungen meist vernachlässigt wird:


Trennung und Scheidung.


Wenn sich hier die Unternehmer/GFreiberufler keine Gedanken gemacht haben und Vorsorge, beispielsweise durch einen Ehevertrag getroffen haben, kann eine Scheidung existenzbedrohend für das Unternehmen UND den Unternehmer werden.


Eine Scheidung einer Unternehmerehe unterscheidet sich in einigen Punkten von der "herkömmlichen" Scheidung und setzt neben den familienrechtlichen meist auch steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse voraus.



Familienrechtliche Regelungen zum Schutz des Unternehmens

Gerade als Unternehmer oder Unternehmerin ist es Ihnen wichtig, das Unternehmen zu schützen, dass Sie vielleicht schon vor, oder aber in der Ehe aufgebaut haben. Gerade im Hinblick auf einen Zugewinnausgleichs- oder Unterhaltsanspruchs ist es wichtig, Ihre Einkommensquelle zu schützen. Nicht selten sind auch große Teile des eigenen Vermögens in das Unternehmen geflossen.


Damit zur Realisierung eines gegen Sie gerichteten Anspruchs nicht das Unternehmen veräußert, zerschalgen, Anteile verkauft oder Mitarbeiter entlassen werden müssen, raten wir dringend zu Erstelleung eines Ehevertrages oder Scheidungsfolgenvereinbarung. 













Gerade bei Eingehung der Ehe ist es in der Regel für den anderen Ehegatten plausibel, dass "die Firma" geschützt wird.

Meist "will man ja nichts davon".


Sofern bereits früh ein Ehevertrag mit der Regelung einer modifizierten Zugewinngemeinschaft geschlossen wird, erhöht dies im Fall des Scheiters der Ehe die Möglichkeit einer einvernehmlichen Scheidung.



Gibts es ein Unterschied zwischen einer Unternehmerscheidung und einer "normalen" Scheidung?


Grundsätzlich unterscheidet sich eine Scheidung mit der Beteiligung eines Unternehmers (oder vielleicht sind beide Ehegatten Unternehmer) nicht von einer normalen Scheidung.


Allerdings sind nicht selten zusätzliche Kenntnisse aus anderen Fachgebieten notwendig, um die Interessen des Unternehmers als Mandanten optimal zu vertreten oder Ansprüche gegen ihn erfolgreich durchzusetzen bzw. abzuwehren.

Hierzu zählen für die Vertretung im Familienrecht neben Kenntnisse im Bilanzwesen auch solche im Steuerrecht, Gesellschaftsrecht, der Betriebswirtschaftslehre, des Gesellschaftsrechts und bei der Scheidung von Ärzten oder Zahnärzten des Medizinrechts.













 

Zugewinn/Vermögensauseinandersetzung

Liegt kein Ehevertrag vor und leben der/die Selbständige mit dem Ehepartner im gesetzlchen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, ist das in der Ehezeit erworbene Vermögen (der Vermögenszuwachs) auszugleichen im Rahemn des Zugewinnausgleichs.

Zur Berechnung des Zugewinnausgleichs wird eine Bilanz erstellt, die das Anfangsvermögen (=Eingehung der Ehe) jedes Ehegatten mit seinem Endvermögen (=Zustellung des Scheidungsantrages) vergleicht. Soweit nichts Neues. Bei Selbständigen/Freiberuflern, die das Unternehmen in der Ehe aufgebaut bzw. ausgebaut haben, ist dann der Wert des Unternehmens, des Gesellschaftsanteils oder der Beteiligung an der Gesellschaft hzu ermitteln.


Wie wird der Wert am Unternehmen berechnet?

Eine konkrete gesetzliche Regelung, nach welcher Methode ein Unternehmen bewertet werden muss, besteht nur bei landwirtschaftlichen Betrieben. Ansonsten bestehen für die Unternehmensbewertung eine Vielzahl von Bewertungsmethoden, unter dnen meist das (modifizierte) Ertragswert- oder Sachwertverfahren herangezogen wird. In der PRaxis zeigt sich, dass die "richtige" Heranziehung der Bewertungsmethode bares Geld bedeutet. Zwar wird diese Bewertung im Ernstfall von einem gerichtlichen Sachverständigen durchgeführt, aber cuh dieser muss durch den geeigneten Anwalt "an die Hand genommen werden". Nicht selten lassen hier unerfahrene Anwälte das Zepter los und überlassen alles dem Gericht und warten auf das Ergebnis. Bereits im Vorfeld können jedoch die Weichen für den Ausgang gestellt werden.



Im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung/Zugewinnausgleichs entscheidet daher meist allein die korrekte Unternehmensbewertung bzw. die Praxisbewertung über die Höhe des jeweiligen Anspruchs. 



Unterhalt/Einkommensermittlung

Auch für die Unterhaltsberechnung ist durch die Auswertung der jeweiligen Belege das Einkommen des Unternehmensinhabers Praxisinhabers, der meist mehr als durchschnittlich seine Arbeitskraft für "seine Praxis" einsetzt, korrekt zu bestimmen bzw. der Gewinn des Unternehmens korrekt zu ermitteln. Bei der herkömmlichen Einkommensermittlung eines Angestellten werden die durchschnittlichen Einkünfte aus den letzten 12 Monaten (Gehaltsabrechnungen!) herangezogen. Bei Selbständigen und Unternehmer ist dies komplexer, da die Einkünfte ja gerade variieren bzw stark schwanken. Hier wird dann zunächst grundsätzlich auf die durchschnittlichen Einkünfte der letzten 3 Jahre (Jahresabschlüsse aus der Bilanz, EÜR,GUV, etc.) abgestellt. Nicht selten sind jedoch im Einzellfall Besonderheiten zu berücksichtigen, was eine unterhaltsrechtliche Korrektur notwendig macht. Fehlerhaft wird hier in der Praxis der Geewinn mit dem Einkommen gleichgesetzt. Abschreibungen, Rücklagen, Verlustvorträge und andere betriebswirtschaftliche und steerliche Apsekte bleiben unberücksichtigt.Die korrekte Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens sowie der maßgeblichen Abzugspositionen ist meist daher nur mit anwaltlicher Hilfe zu bewältigen.


Verlassen Sie sich nicht darauf, dass das Gericht es schon weiß. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Gerichte auch nicht immer richtig liegen. Der Grund liegt darin, dass dort eben auch nur Juristen und keine BWLer, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer sitzen. 


Durch die falsche Berechnung können Sie hier viel Geld "auf der Straße lassen" oder als Unternehmer/Unternehmerin mehr bezahlen, als Sie tatsächlich müssten. Nicht selten wird gerade bei Selbständigen oder Gesellschaftern das falsche Einkommen angesetzt, da nicht alle betriebs- und steuerrechtlichen Aspekte berücksichtigt wurden.


Hier verschenken Sie unnötig Ihr hart verdientes Geld !!! Dies gilt es zu schützen!


Und auch als Anspruchsinhaber kann die falsche Berechnung dazu führen, dass Sie weniger bekommen, als Ihne eigentlich

zusteht.














Vertiefte Kenntnisse in der Unternehmensbewertung, und inbsbesondere bei der Bewertung von unternehmen oder Zahnarztüpraxen/Arztpraxen sind notwendig, um den Mandanten optimal zu unterstützen.


Hier hilft die Doppelqualifikation von Herrn Rechtsanwalt Rist als Fachanwalt für Familienrecht und Fachanwalt für Medizinrecht.


Schützen Sie ihr Unternehmen!

Verzichten Sie nicht auf das, was Ihnen zusteht!










Die Antwort auf die Frage "Brauche ich als Unternehmer/Unternehmerin einen Ehevertrag" lautet daher meist:


JA!


Schützen Sie Ihre Einkommensquelle, Ihr Lebenswerk rechtzeitig !

Iudex non calculat 

(lat.) = Der Richter rechnet nicht


Heirate erst, wenn Du das Geld zur Scheidung hast!


Sie benötigen meine Unterstützung im Familienrecht?